Visionen starker Frauen - SIE-Bayerns Frauen im Deutschen Theater

Was macht Frauen erfolgreich, welche Hürden sind zu überwinden, woran scheitern sie und wie können sie aus Fehlern lernen? Diesen Fragen widmete sich die Gesprächsreihe SIE-Bayerns Frauen am 8. November 2016 im Silbersaal des Deutschen Theaters.

„Frauen müssen überzeugender auftreten und mehr Souveränität, Leichtigkeit und Durchset-zungsvermögen entwickeln. Wir brauchen eine Aufbruchsstimmung von Frauen für die ganze Gesellschaft. Dann erst erhalten wir die Anerkennung, die wir verdienen", stellte die Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Sozialministerin Emilia Müller fest.
„Nur mit klaren Botschaften und überzeugendem Auftreten kommt man weiter und erreicht seine Ziele. Überzeugende weibliche Persönlichkeiten gibt es genug. Entscheidend ist, dass wir uns trauen, das Wort zu ergreifen! Dafür brauchen wir Netzwerke wie SIE-Bayerns Frauen. SIE inspiriert Frauen dazu, ihre Potenziale auszuschöpfen und selbstbewusst für ihre Bedürfnisse einzutreten“, so Sozialministerin Emilia Müller.

Mit dem theatralen musikalischen Vortrag „Visionen starker Frauen“ wurden die Schicksale großer Frauenfiguren auf die Bühne gebracht. Die Aufführung basiert auf den Biografien von Clara Schumann, Elly Beinhorn, Claire Waldoff, Angela Merkel, Beate Uhse und Petra Kelly. Drei Frauen, eine Sängerin (Ellen Bambach), eine Pianistin (Beate Roux) und eine Darstellerin (Angela Beyerlein) – Businessfrauen, Mütter und Töchter – beleuchten aus ihrem eigenen Alltag und ihren Karrierewegen heraus die Lebensentwürfe dieser bekannten und umstrittenen Persönlichkeiten. In einer abwechslungsreichen Mischung aus Schauspiel, Musik und spritzigen Dialogen präsentieren die Akteurinnen Erfolge, Grenzen und Tabubrüche im Leben dieser starken Frauen. Die Zuschauerinnen waren eingeladen, aus einer etwas anderen Perspektive die unterschiedlichen Erfolgsgeschichten dieser Frauen aus Politik, Kunst und Wirtschaft auf der Bühne zu verfolgen und gleichzeitig ihr eigenes Karriere- und Lebenskonzept zu reflektieren.

Eingebunden in die Aufführung war ein Kurzinterview mit Jurate Keblyte, Kaufmännische Geschäftsführerin (CFO) von KUKA Roboter GmbH Augsburg. Frau Keblyte berichtete wie von ihren Erfahrungen, in einem von Männern dominierten, technischen Berufen zu arbeiten. Auch die Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit sich aktiv einzubringen. Zu Beginn der Veranstaltung wurden Fragebögen verteilt, auf den die Teilnehmerinnen die Fragen „Was bedeutet für Sie Macht? und „Wofür würden Sie ein ‚mehr an Macht‘ in Ihrem Zuständigkeitsbereich einsetzen wollen?“ beantworten durften. Ausgewählte Antworten wurden während des theatralen Vortrags aufgegriffen.

Im Anschluss lud Staatsministerin Müller zum Empfang ein und es war genügend Zeit zum Austausch und Netzwerken.